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Flatland PE

Petra Eicker, Köln
Tel.: 0177/2855215
Email: petraeicker@netcologne.de

Flatland

Die Idee zu der Arbeit entstand durch das gleichnamige, 1884 von Edwin A. Abbott* verfasstes Buch. Inhaltlich geht es darin um die Möglichkeit, sich andere Wirklichkeiten vorzustellen als die, in der wir leben. Konkret wird dies anhand einfacher Analogien veranschaulicht, etwa der Frage, wie ein Quadrat, das nur zwei Dimensionen kennt, die Räumlichkeit einer Kugel wahrnimmt.

In der Geschichte werden drei verschiedene Welten bzw. Wirklichkeiten beschrieben: das dreidimensionale Raumland, das zweidimensionale Flachland und und das eindimensionale Strichland. Alle drei Welten werden von geometrischen Figuren bewohnt. So leben in Raumland z.B. eine Kugel und ein Würfel, in Flachland ein Kreis und ein Quadrat und in Strichland ein Punkt und ein Strich.
Ein Quadrat aus Flachland besucht in seinem Traum Strichland, um den dortigen Bewohnern zu erklären, dass es aus einer weiteren Dimension besteht. Er stellt sich ihnen als „Strich von Strichen“ vor, was ihm jedoch nicht geglaubt wird.
Zurück im vertrauten Flachland bekommt es auf wundersame Weise Besuch von einer Kugel aus Raumland, die er sich als viele übereinander liegende Kreise vorstellen soll. Das Quadrat sieht jedoch immer nur den Kreis, der sich gerade in Flachland befindet. Die Eigenschaft dieses Kreises, seine Größe zu wechseln**, ist ihm unbegreiflich – ebenso wie seine Fähigkeit, trotz geschlossener Türen ins Haus zu gelangen***. (vgl. Paul Watzlawick, Wie wirklich ist die Wirklichkeit?, München, 1987, S. 214) --> Flatland_Schema.pdf__

Interessant an dieser Geschichte ist ihre Übertragbarkeit auf andere visuelle Erscheinungen. Ebenso wie die Kugel in Flachland und das Quadrat in Strichland ihren spezifischen „visuellen Abdruck“ hinterlassen, würde dies jeder andere Körper tun, der Flachland oder Strichland durchquert. Charakteristisch für einen solchen Abdruck ist die temporäre Komponente. Die Kugel, die in Raumland immer sichtbar ist, hat für die Bewohner von Flachland etwas Flüchtiges, nicht Greifbares.

Es ist daher für die Thematik der „Raumstaben“ aufschlussreich, mit Buchstaben ein Experiment im Sinne der erwähnten Geschichte durchzuführen. Dabei gehe ich davon aus, dass die „natürliche“ Welt der Buchstaben in etwa Flachland entspricht. Das Experiment besteht darin, eine „eindimensionale“ Säule als Strichland zu definieren und sie von Buchstaben durchqueren zu lassen. Was dadurch auf der Säule sichtbar wird, dürfte der Wahrnehmungsweise eines Bewohners von Strichland entsprechen.
Die Buchstaben scheinen nur auf der Durchreise durch unsere Dimension zu sein. Da wir die Buchstaben in ihrer herkömmlichen Erscheinungsform kennen, können wir aus dem Rhythmus der jeweils für einen winzigen Moment sichtbaren Sequenzen die Gestalt der Buchstaben ableiten. Um die Buchstaben zu erkennen, ist ein Umdenken nötig. Bei dem Versuch, den Text zu lesen, lässt sich erahnen, dass es Dinge gibt, die uns aufgrund unserer Wahrnehmung nicht (be)greifbar sind.

Ein Text, der auf der Säule abläuft, ist von 360° „lesbar“, vorausgesetzt, er wird auf einem geeigneten Display (Leuchtstab) dargestellt.
Z.Zt recherchiere ich Möglichkeiten der Herstellung eines „Leuchtstabes“ der in ca. 50, einzeln anzusprechende, linear angeordnete, Abschnitte (Pixel) unterteilt ist und nach allen Seiten leuchtet. Der Stab kann mit v4 gesteuert werden.
Als Minimalvariante läuft ein vorher festgelegter Text ab, als Idealvariante kann über eine Tastatur Text „live“ eingegeben werden.

Das Flash-Demo basiert noch auf einzeln hergestellten Buchstaben-Filmen und hat daher nur die Versalien der Helvetica Regular (ohne Umlaute und Sonderzeichen). --> Flatland-FlashDemo.zip/Flatland-Index_open.swf__

Mit Hilfe des v4-Patches können alle möglichen Fonts in verschiedenen Geschwindigkeiten und Auflösungen ausprobiert werden.(Danke, Florian) -->root.v4p öffnen (flatland-textscanner.v4p __muss im gleichen Ordner sein)

Ein denkbarer Ort für die Installation wäre das Dach des Auswärtigen Amtes in Berlin. Inhaltlich passt es, wenn man den Stab als Sendemast versteht, der Botschaften aus anderen Dimensionen, also anderen Ländern und Kulturen sendet, deren Sicht- und Denkweise sich von unserer unterscheidet. (Das Logo des Auswärtigen Amtes kann übrigens eins zu eins auf dem Stab dargestellt werden.) -->Flachland_Installation.jpg__

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* damaliger Direktor der City of London School
** Dies erscheint dem Quadrat so, wenn die Kugel die Ebene durchquert, in der sich Flachland befindet.
*** Die Kugel betritt das Haus des Quadrates "von oben", eine Richtung, die für das Quadrat nicht existiert.

__Die zugehörigen Dateien liegen in:_http://vvvv.org/tiki-list_file_gallery.php?galleryId=24

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FlatLand

das gleiche in klein, als kit ->minipov2

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~1min ago

microdee: mrboni: actually there is in mp.dx ;)

~13h ago

mrboni: As if by magic :)

~15h ago

joreg: @StiX supa blog, thanks, keep'em coming!

~16h ago

joreg: @mediadog please elaborate in the forum..

~16h ago

tmp: @mrboni yes if you can wait one or two more weeks

~18h ago

mrboni: did a dx11 buffer renderer ever appear that allows to render to multiple buffers?

~18h ago

mediadog: So with 50beta*, did .csproj path define change from $(VVVV45)? Can there be just $(VVVV) that won't?

~19h ago

david: patchers, vl nerds, coders wanted. write us.. http://nsynk.de/jobs

~1d ago

StiX: https://medium.com/@borisvitzek/animation-workflow-and-rendering-in-vvvv-4ad2550b97c#.fycjkxjff blog about my animation rendering workflow in vvvv! feat. emehshe, vaudio, noodles, ...